„… aus Liebe zur Stadt …“ Fotos: Beate Schuhr
Feuer und Flamme für Leipzig
Samstag Vormittag, 4.7.2026
An der Straßenbahnhaltestelle Leibnizstraße und auf der Jahnalle sieht man etwas Einmaliges: Die Polizei hat einen Teil der Straße abgesperrt, um die vielen Freiwilligen zu schützen, die unsere Straßenbahnschienen vom Teer befreien. Die Werkzeuge werden erhitzt und dann wird Zentimeter für Zentimeter der zähe Teer abgeschabt. Eine unglaubliche Leistung. Die Stimmung ist gut – und zwei Stimmen konnte ich einfangen:
Was ist passiert?
„Durch die große Hitze ist der Bitumen geschmolzen und hat bei fahrenden Straßenbahnen Antrieb und Bremsen verklebt und ist zudem auf die Schienen und in die Weichen geflossen. Die Schienen leiten ja auch Stom und das funktioniert natürlich so nicht mehr, auch die Weichen funktionieren nicht mehr. Dadurch bestand die Gefahr der „Entgleisung“. Deshalb mussten wir zur Sicherheit den Verkehr stilllegen.“ (Ulf Middelberg, Geschäftsführer LVB, im zweiten Bild links)
Warum sind die Leute hier?
„Die Leute sind hier aus Liebe zur Stadt, da ist kein Eigennutz, sondern pure Herzensgüte. Es ist das Gefühl für Zusammenhalt… wie bei den drei Musketieren und d’Artagnan: einer für alle, alle für einen – und weil Leipzig einfach eine geile Stadt ist.“ (Dominik Witkowski, Projektleiter Infrastruktur LVB)
