Land in Sicht

Von Andreas Reichelt

Die außerordentliche Mitgliederversammlung unseres Vereins am 20. September kann als Teilerfolg gewertet werden. Wie in den letzten Ausgaben der Waldstraßenviertel NACHRICHTEN berichtet, treten der Vorstandsvorsitzende und drei Vorstandsmitglieder sowie beide Kassenprüfer zur turnusgemäßen Neuwahl am 24. November nicht wieder an. Nachfolger waren bisher kaum in Sicht.

Mitgliederworkshop
Auf der Versammlung – der Einladung waren circa 40 Mitglieder gefolgt – wurden in einem Workshop die Vereinsziele abgewogen und persönliches Engagement erfragt. Noch-Vorstandsvorsitzender Jan Willkomm verlas eingangs einen offenen Brief des Ehrenmitglieds Dr. Andreas Creuzburg, in dem dieser die Bedeutung und eigentlich gesunde Verfassung des Vereins ausdrücklich hervorhob und eine Auflösung als geradezu „verantwortungslos“ bezeichnete.

Zum Workshop teilten sich die Anwesenden in vier Gruppen, die jeweils mit einem Vorstandsmitglied in die Diskussion gingen. Einig waren sich alle Beteiligten, dass so erfolgreiche Projekte wie das alljährliche Große Funkenburgfest, die Waldstraßenviertel NACHRICHTEN, der monatliche Filmclub, das Engagement für die Viertelgeschichte und anderes quasi als „unverzichtbar“ zu werten sind. Bei der Frage jedoch, wer sich künftig dafür einsetzen und mitarbeiten möchte, waren die Lager geteilt. Für einzelne Projekte und die Mitarbeit in einigen Arbeitsgruppen: „ja gern“, für den Vereinsvorstand: meistenteils „nein“, für den Vorsitz: „eher nicht“.

Hoffnung
Dennoch fanden sich mehrere Interessenten für die Vorstandsarbeit. Und im Nachhinein, per E-Mail, noch eine potentielle Kassenprüferin. Damit scheint ein Teil der „Personalprobleme“ gelöst werden zu können.

Kandidaten auf Tuchfühlung
Die interessierten Kandidaten wurden am 10. Oktober zu einer Vorstandssitzung eingeladen, um ihre Fragen zu Vorstandsarbeit und den Abläufen, Rechten und Pflichten zu beantworten und im gemeinsamen Gespräch Details auszuloten. Das Interesse stellte sich glücklicherweise als ein ernsthaftes heraus, so dass die begründete Hoffnung besteht, zumindest einen arbeitsfähigen Vereinsvorstand bilden zu können. Bis auf – eben – den Vorsitz.

So bleibt es bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung im November spannend. Die Vereinszukunft ist noch ein wenig ungewiss.

Wenn Sie sich vorstellen können, Vorstandsarbeit oder gar den Vorsitz zu übernehmen, melden Sie sich bitte möglichst schon vor der ordentlichen Mitgliederversammlung am 24. November beim Verein. Wir freuen uns über jedes Interesse (buergerverein@waldstrassenviertel.de).

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