Filmclub: Ein Millionendieb und über 100 Zuschauer

Kennen Sie Arsène Lupin? Anfang des 20. Jahrhunderts pflegt der Meister der Etikette und der Verstellung die hohe französische Gesellschaft, innerhalb derer er sich bewegt, dezent und meist genial zu beklauen. Mit falschem Namen mischt er sich unter die Schönen und Reichen und macht selbst vor dem Präsidenten der Republik nicht halt. Nach getaner Arbeit hinterlässt er seine speziellen Visitenkarten, denn er weiß natürlich, was sich gehört.

Filmclub WN 139 Plakat Arsene Lupin; Quelle: Archiv Michael Zock

Filmclub WN 139 Plakat Arsene Lupin; Quelle: Archiv Michael Zock

So ein Thema ließ das Kino nicht kalt und es entstand 1957 eine elegante Komödie, für die kein Geringerer als der renommierte französische Regisseur Jacques Becker verantwortlich zeichnete, der auch am Drehbuch mitschrieb. Zu den wunderbaren, bis heute unvergessenen Darstellern zählen Robert Lamoureux als Meisterdieb, Otto Eduard Hasse als Kaiser Wilhelm  sowie Liselotte Pulver als bezaubernde Mina von Kraft. Der Film ist mit Freude an der Parodie inszeniert und mit ihm gehen wir in die Sommerpause. Bitte vormerken: Freitag, den 27. Mai, wie üblich ab 19.30 Uhr im Bürgerverein.

An dieser Stelle eine kleine Zwischenbilanz, die in diesem Jahr besonders erfolgreich ausfällt. Immer mehr Anwohner, links und rechts der Waldstraße, haben offenbar Freude an Filmgeschichte und Filmkunst. Über 100 Besucher zählte ich die ersten fünf Monate, sehr viele sind inzwischen Stammgäste. Bei Gerard Philippes „Gefährlichen Liebschaften“ passte buchstäblich kein Stuhl mehr vor unsere Leinwand. Aber auch das Drama um den Goldschmied Cadillac, mit Henny Porten und Willy A. Kleinau, stieß auf großes Interesse. Das galt ebenso für einen speziellen Schulfreund, namens Hermann Göring nach Johannes Mario Simmels Schauspiel.
Für den Spielplan ab September dieses Jahres gilt weiterhin: Wer nicht schaut, verpasst etwas!

Michael Zock

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