Ein Weinfass, ein Degen und viel Liebe

Von Michael Zock

„Wann gibt es endlich wieder den Filmclub?“ wurde ich in den letzten Wochen des öfteren gefragt. Wir starten in die neue Saison am Freitag, den 30. September, um 19.30 Uhr. Ausgewählt habe ich ein exquisites Stück, angeregt durch den kürzlichen Tod des Schauspielers Götz George. Regie Frank Beyer, Drehbuch Ulrich Plenzdorf, entstanden nach dem bekannten Roman des Schriftstellers Martin Stade „Der König und sein Narr“. Am Hofe von Friedrich Wilhelm I. kommt es zu einem tragischen Zweikampf zwischen dem Machthaber (Götz George) und dem Gelehrten Jakob von Gundling (Wolfgang Kieling). Dieser intellektuelle Zweikampf, der tatsächlich stattgefunden hat, wird im Film zu einem herausragenden Duell zweier Ausnahmeschauspieler. Wie begegnen sich im Leben Macht und Demütigung? Wer bleibt in diesem Duell der Sieger? Unbedingt anschauen … und vielleicht ein Taschentuch mitbringen.

Könnten wir nicht einmal „Fanfan, den Husar“ im Filmclub begrüßen, wurde ich ebenfalls im Sommer gefragt. Ja, wir können und erwarten diesen Helden, der Ludwig den XV. mehrfach ärgerte, am Freitag, den 28. Oktober ab 19.30 Uhr im Bürgerverein. Dieser französisch-italienische Film war übrigens von 1952 bis 1992 ununterbrochen im Angebot vieler Leipziger Kinos. Die Lizenz zur Aufführung wurde immer wieder erneuert. So kennt fast jeder Fanfan und seinen Hauptdarsteller Gérard Philipe. An seiner Seite die schöne Gina Lollobrigida als Adeline. Das Ganze ist weit mehr als ein üblicher Mantel- und Degenfilm. Die Franzosen beherrschten dieses Metier meisterhaft.Wir sehen uns?

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