Bei Verwandlungskünstlern zu Gast

Von Hans-Joachim Schindler

Wer nach Altenburg in Thüringen kommt, betritt historischen Boden, denn die Stadt wurde bereits 976 erstmals urkundlich erwähnt und durch den Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa zur Reichsstadt und Residenz erhoben. Heute denken wir bei dieser Stadt an das 1810 erfundene Skatspiel, wodurch Altenburg international bekannt wurde. Neben vielen Sehenswürdigkeiten war unser Reiseziel die traditionsreiche „Altenburger HUT & PUTZ GmbH“.

Mit einem komfortablen Bus von Geißler Reisen trafen wir am Mittwoch, dem 21. September, pünkt­lich um 14.00 Uhr vor der Produktionsstätte ein. Geschäftsführer Harald Etzold begrüßte die wissbegierige Reisegesellschaft und lud zur Stärkung mit Kaffee und schmackhafter Weintorte ein. Dabei berichtete er über die wechselhafte Firmengeschichte. Heute werden die Produkte nicht nur an sächsische Theater sowie Faschingsvereine, sondern auch in die Niederlande, nach Österreich, China und Japan geliefert.

Modenschau bei „Hut & Putz“ Altenburg; Foto: Ingrid Pietrowski

Modenschau bei „Hut & Putz“ Altenburg; Foto: Ingrid Pietrowski

Eine für uns zelebrierte Modenschau mit historischen und modernen Kostümen sowie passenden Kopfbedeckun­gen versetzte uns in Erstaunen. Dass wir Originaltrachten aus bekannten Filmen (z.B. Schiller, Der Untergang) vorgeführt be­kamen, war dann ein echtes Highlight. Bei anschließenden Führungen durch die Werkstätten der geschickten Hutmacher und Kostümbildner, wo (fast) alles in Handarbeit gefertigt wird, erhielten wir imposante Einblicke in die Herstellungsprozesse.

Die Trennung von dieser Manufaktur  fiel uns sichtlich schwer. Voller neuer Eindrücke traten wir die Heimreise an. Mit Fug und Recht können wir sagen: Wer nicht dabei war, hat etwas Spannendes verpasst.

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