Sir Bernhard Katz

Der 1911 geborene Bernhard Katz lernte am König-Albert-Gymnasium in Leipzig und studierte von 1929 bis 1934 am Physiologischen Institut der Universität Leipzig Medizin. Unter dem „deutschen“ Pseudonym Johann Müller erhielt er den „Siegfried-Garten-Preis“. Im Jahr 1934 promovierte er, gefördert und geschützt durch den Ordinarius des Physiologischen Instituts, Prof. Dr. M. Gildemeister (1876-1943) an der Universität Leipzig zum Dr.med.

Aufgrund zunehmender Repressalien wanderte er 1935 nach London aus, wo er am University College London eine Anstellung fand und 1936 zum Dr. phil. promovierte. 1952 wurde er zum Professor für Biophysik berufen.
Im Jahr 1969 wurde er von der englischen Königin Elisabeth II. geadelt (Prädikat „Sir“).
Den Nobelpreis erhielt Katz am 15. Oktober 1970 für die Aufklärung des Mechanismus der Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin.

30 Jahre nach der Verleihung des Medizin-Nobelpreises an den gebürtigen Leipziger Bernard Katz, würdigten am 14. Oktober 2000 die Stadt und die Universität Leipzig den heute in London lebenden Wissenschaftler mit einer bronzenen Tafel auf Stein im Park der Medizinischen Fakultät.

Am 20. April 2003 starb Bernhard Katz in London.